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Verzeihen


In "Ein Kurs in Wundern" ist zu lesen:

"Was könntest du dir wünschen, das Verzeihen nicht geben kann? Möchtest du Frieden? Das Verzeihen gibt ihn dir. Möchtest du Glück, innere Ruhe, Gewißheit über deine Ziele, ein Gefühl von Wert und Schönheit, das die Welt transzendiert? Möchtest du sicher und geborgen, immer in der Wärme verläßlichen Schutzes sein? Möchtest du eine Stille, die nicht gestört werden kann, nicht verläßt, und vollkommene, unumstößliche Gelassenheit?

All das und noch mehr gewährt dir das Verzeihen.
Das Verzeihen gewährt alles, was ich mir wünsche.
Heute habe ich dies als Wahrheit angenommen.
Heute habe ich die Gaben Gottes empfangen."

Der Grundgedanke des Verzeihens ist ganz einfach: Das Ego, unser Ich-Bewußtsein, ist nicht einfach eine kognitive, sondern auch eine affektive Konstruktion. Es wird also nicht nur von Begriffen getragen, sondern auch von Emotionen. Und die Ur-Emotion des Ego ist Furcht, gefolgt von Groll.

Bereits in den Upanishaden – heiligen Schriften des Hinduismus – steht: "Wo ein anderes ist, da ist Furcht." Das bedeutet, wenn wir das eine nahtlose Gewahrsein in ein Subjekt und Objekt, in Ich und Anderes aufspalten, dann empfindet das Ich Furcht; denn jetzt gibt es "da draußen" anderes oder andere, die ihm Schaden zufügen könnten.

Aus dieser Furcht erwächst Übelnehmen und Groll. Wenn wir darauf beharren, uns ausschließlich mit diesem kleinen Ich hier drinnen zu identifizieren, dann kann es nicht ausbleiben, daß andere es kränken, beleidigen und verletzen. Eigentlich wird das Ego sogar durch seine Verletzungen am Leben gehalten. Es sammelt geradezu Verletzungen und Beleidigungen (auch wenn es sie haßt), denn ohne sie wäre es buchstäblich nichts.

Das Ego lebt ganz seinem Groll und versucht nun, andere dahin zu bringen, daß sie ihr Unrecht eingestehen. "Du hast mir wehgetan; sag, daß es dir leid tut." Manchmal fühlt es sich dann vorübergehend ein wenig besser, aber an den eigentlichen Ursachen ändert das nichts. Niemals vergeben, niemals vergessen, das ist der kennzeichnende Zug des Ego.

Das Ego versucht es garnicht erst mit dem Verzeihen, denn damit wäre sein Dasein insgesamt in Frage gestellt. Einem anderen eine (tatsächliche oder eingebildete) Beleidigung verzeihen, das würde ja die Grenze zwischen Ich und Nicht-Ich, das Gefühl des Getrenntseins von Subjekt und Objekt und damit das Ego selber aufweichen.

Das Verzeihen hat daher zur Folge, daß wir vom Ego und seinen Kränkungen ablassen und uns stattdessen auf das Selbst besinnen, das überhaupt keinen Unterschied macht zwischen Subjekt und Objekt. Verzeihen ist ein Mittel mein Ich loszulassen und mein Selbst zu erinnern.