Startseite

ThetaHealing

Wer bin ich
Wurzeln der Wirklichkeit
Verzeihen
Authenzität
Immerwährende Philosophie
Meditation

Innere Wahrheit
Befreiung
Erleuchtung


Kontakt

Impressum
Datenschutz
Links

Das Begehren, man selbst sein zu wollen, ist ein sehr tiefes Anliegen, das allen Menschen innewohnt, und herauszufinden, wer man eigentlich wirklich ist, ist ein Hauptanliegen, das uns alle beschäftigt. Leider geben sich die meisten Menschen irgendwann mit oberflächlichen Erklärungen zufrieden und glauben schon zu wissen, was es heisst, sie selbst zu sein, bevor sie auch nur die leiseste Ahnung davon haben, was es bedeutet ein wahrer Mensch zu sein.

Die Frage: Wer bin ich? beinhaltet eigentlich zwei Aspekte, nämlich, was ist "Sein" und was ist "Ich". Selbst spirituelle Lehren, große Meister der Mystik und Gelehrte antworten auf eine derart komplexe Frage eher ausweichend bis hin zur scheinbaren Widersprüchlichkeit.

Um die scheinbare Widersprüchlichkeit des Ganzen etwas deutlicher zu machen, will ich Ihnen sagen, dass die Mystik auf die Frage nach dem Sein als letztendliche Antwort behauptet, dieses existiere gar nicht und es als "eine große Leere" beschreibt und dennoch die Menschen auf ihrer Suche darin unterstützt sie selbst zu sein.

Um etwas Licht in diese Angelegenheit zu bringen, lassen Sie uns einmal versuchen jeden der beiden Aspekte zu untersuchen:

Fangen wir mit dem ICH dem sogenannten Ego an.

Was meint ein Mensch, wenn er zu sich selbst oder anderen sagt "DAS BIN ICH" ?

Das Ego ist unser Ich-Bewusstsein – eine beschränkte Wahrnehmung der Wirklichkeit. Um Ihnen näher zu erklären, was darunter zu verstehen ist und vor allem, wie man sich aus den Verwicklungen, die diese Beschränkung unserer selbst mit sich bringt, befreien kann, muss ich etwas weiter ausholen:

Im Laufe unserer Entwicklung identifizieren wir uns mit unserem Körper, der bedürftig, verletzlich und getrennt ist und wir denken, dass das genau unsere Eigenschaften sind. Da unser Körper immer irgendetwas von Aussen braucht, um zu existieren, glauben auch wir, dass die Erfüllung nur im Aussen zu finden ist. Es bilden sich eine Menge Überzeugungen aus, die alle mit der Grundüberzeugung zusammenhängen, unser Körper zu sein.

Wir identifizieren uns aber nicht nur mit unserem Körper, sondern auch mit unserer Vergangenheit – mit der Vorstellung unsere Vergangenheit zu sein. Wir haben das Gefühl: Ich bin meine Geschichte. Tatsächlich ist aber nur unsere erworbene Persönlichkeit das Ergebnis unserer Geschichte, nicht unsere wahre Natur.

Das Ego, oder Ich-Bewusstsein, ist einfach ein Bündel, das aus gedanklichen Objekten besteht – Ideen, Symbole, Bilder, Begriffe - , und für dieses Bündel halten wir uns selbst, betrachten durch es die Welt – und entstellen sie dadurch natürlich, weil wir sie nicht als das sehen, was sie ist, sondern die Gegebenheiten immer danach beurteilen, ob sie uns nützen oder schaden könnten.

Dadurch, dass wir uns für all die gedanklichen Objekte in unserem Kopf halten, erzeugen wir eine Trennung von der Welt ausserhalb von uns. Es entstehen das Ich und das Andere. Durch unsere Zu- und Abneigungen sind wir dauernd in einer Abwehrhaltung gegen die Wirklichkeit und halten uns das wirkliche Leben damit vom Leib, obwohl wir uns doch so sehr danach sehnen, verbunden zu sein und unser Leben zu geniessen.

Um diese irrtümliche Einschränkung unserer Wahrnehmung aufzubrechen, nehmen wir am besten den Standpunkt eines Zeugen ein und betrachten einfach unvoreingenommen all die Gedanken, Empfindungen, Bilder usw., die in uns entstehen, ohne uns mit ihnen zu identifizieren oder sie zu beurteilen.

Probieren Sie es z.B. mal aus, wenn Sie wütend sind und beobachten Sie sich, anstatt herumzutoben oder gleich loszubrüllen. Das können Sie danach immernoch tun. Was passiert?: Da ist Wut und Sie können sie bemerken. Sie sind grösser oder auch mehr als Ihre Wut. Sie können sich auf diese Wut beziehen. Sie können sie z.B. unterdrücken, oder sie austoben, mit ihr reden, sie ganz zulassen in sich und sie einfach in Ihnen halten. Sie sind nicht die Wut, sondern Sie beziehen sich auf sie. Sie können ihr einen Raum geben in sich.

In der Erkenntnis, nicht die Wut zu sein, sondern die Wut zu haben, entsteht Raum und Ausdehnung. Immer wenn sich Bewusstheit erweitert, entsteht Ausdehnung. Es gibt also verschiedene Ebenen mit denen Sie sich identifizieren können oder anders ausgedrückt unterschiedliche Sichtweisen der Wahrheit, die abhängig von Ihrer Bewusstheit in diesem Augenblick sind.

Wenn Sie das üben, erkennen Sie allmählich: Da ich alle diese Ich-Inhalte sehen kann, können sie nicht der Sehende, der eigentliche Zeuge sein. Damit geht Ihr Selbstverständnis allmählich vom Ich, auf den unpersönlichen Zeugen über. Wenn Sie einfach Zeuge des Ego sind und alles Körperliche und Gedankliche nur beobachten, geben Sie Ihre Identifikation damit auf und erkennen sich dafür in einer tieferen Ebene Ihres Selbst.

Meditation ist ein gutes Mittel, diese Entwicklung voranzubringen und ich empfehle Ihnen möglichst bald damit anzufangen. Mit Meditation wächst man über das Gedankliche hinaus und erreicht die Ebene der Seele und des Geistes. Für welche Meditationsform Sie sich entscheiden überlasse ich getrost Ihnen. Sie können auch verschiedene Techniken ausprobieren und zu Ihrer ganz persönlichen Methode kombinieren. Irgendwann sollten Sie aber zu einer regelmässigen, maßvollen Disziplin gefunden haben und Ihre Übungen praktizieren. Der Wiederholung kommt bei der Meditation eine große Bedeutung zu.

Es macht allerdings keinen Sinn, zu versuchen durch immer neue ausgefeiltere Techniken einen spirituellen Höhepunkt nach dem anderen erlangen zu wollen. Dadurch wird unser Geist immer aufgeregter und verzehrt sich in süchtigem Verlangen nach Licht, Liebe und Einheit, die doch nur in der Stille zu finden sind. Eine halbe Stunde am Tag zu meditieren ist völlig ausreichend. Nachdem Sie Ihre Methode gefunden haben, trainieren Sie Ihren Geist kontinuierlich, sich von seinen materiellen Verhaftungen zu lösen.

Wenn man die Ebene der Seele wirklich erreicht hat, ist man in der Position des Zeugen, der tieferen Schicht unseres Selbst. Aber auch wenn der Zeuge sich nicht mehr für das Ich oder irgendein gedankliches Objekt hält, bleibt er doch getrennt von allen Dingen, deren Zeuge er ist. Der Zeuge ist eine sehr hohe und unbedingt notwendige Entwicklungsstufe, aber nicht die letzte. Aus meiner Sicht kann man sich sogar vom Ego befreit haben und immernoch nicht wissen, was es heisst, wirklich man selbst zu sein.

Damit kommen wir zu unserer zweiten Frage: Was ist Sein? Wenn wir unsere beschränkte, ichbezogene Sichtweise überwinden, indem wir immermehr zum Zeugen werden, entdecken wir dafür eine Höchste Identität mit dem All, dem unendlichen, ewigen, unwandelbaren, universalen Geist, dem Sein.

Das klingt erstmal ziemlich abgehoben und unwahrscheinlich, ist in der persönlichen Erfahrung aber ganz einfach und für jeden nachvollziehbar.

Sein ist unspektakulär. Es ist immer da, aber so unscheinbar, dass wir oft nicht darauf achten und es leicht übersehen. So, wie die Erfahrung des Atmens eine ganz selbstverständliche und unspektakuläre Erfahrung ist, die man gewöhnlich nicht einmal wahrnimmt. Atmen kann aber ein sehr intensives Erlebnis werden, wenn man seine vollständige Aufmerksamkeit darauf richtet.

Sein ist auch wie ein Same. Ein Same enthält bereits das vollständige Potential der Pflanze. Auch ein riesiger Baum entfaltet sich aus einem winzigen Samen. Alles ist immer schon da und vollständig angelegt. Genauso ist es mit unserer wahren Natur: sie ist vollständig in uns da und entfaltet sich von Innen.

Es gibt bestimmte Empfindungen, die typischerweise erfahren werden, wenn wir mehr mit dem Sein in Kontakt kommen. Z.B. erleben viele Menschen eine Entspannung, körperlich und/oder geistig. Da wir nichts tun müssen um zu sein, sondern sich Sein von Innen her von selbst entfaltet, wenn wir aufhören dagegen zu arbeiten, indem wir z.B. versuchen irgendetwas angestrengt erreichen zu wollen, können wir uns in den Augenblick entspannen. Dabei fühlen wir uns aufgehoben in einem größeren Ganzen, vielleicht sicher und geschützt in Gottes Hand.

Es entsteht auch ein Gefühl von Wachheit. Es ist nicht mehr so wichtig, was ich denke oder fühle, sondern dass ich bin. Manchmal verändert sich auch das Empfinden von Zeit und Raum. Es entsteht ein Gefühl von Zeitlosigkeit, Grenzenlosigkeit.

Solche Empfindungen werden immerwieder von Menschen beschrieben, die mit dem Sein tiefer in Kontakt kommen Je tiefer wir mit der Seinsebene in Kontakt kommen, desto mehr stellen sich typische Zustände des Seins ein.

Nicht alle Menschen erfahren das Sein auf dieselbe Weise. Es kommt sehr darauf an, von wo wir uns dem Sein nähern. Wenn jemand z.B. sehr unsicher ist und sich dauernd bedroht und ausgeliefert fühlt und sich vielleicht dadurch schützen will, dass er ständig versucht, alles zu kontrollieren, dann ist das die Strategie mit der er in seinem Ich-Bewusstsein Sicherheit in der Welt sucht. Wenn dieser Mensch eine Erfahrung von Sein macht, wird er vielleicht erleben, wie sich sein Körper und sein Geist tief entspannen. Er braucht nichts mehr festzuhalten, nichts mehr kontrollieren. Er kann der grundsätzlichen Unsicherheit des Lebens zustimmen und fühlt gleichzeitig ein geschützt und getragen werden. Er hat ein tiefes Erleben von Hingabe und Vertrauen. Diese Art des Vertrauens, das der grundsätzlichen Unsicherheit des Lebens zustimmt, ist eine Erfahrung des Seins.

Jemand anderes könnte das Sein als Verbundenheit erleben. Vielleicht eine Frau, die sich immer einsam fühlt und nach Kontakt sehnt. Eventuell macht sie eines Tages die Erfahrung, dass sie im Alleinsein mit sich eine tiefe Verbundenheit in sich selbst verspürt. Die schmerzliche Einsamkeit verwandelt sich plötzlich in eine Erfahrung von Einssein, ein tiefes Angebundensein. Verbundenheit, die der Einsamkeit des Daseins zustimmt, ist auch ein Aspekt des Seins.

So können wir das Sein ganz unterschiedlich erfahren, je nach dem von wo aus wir uns nähern, und ich könnte noch unzählige andere Beispiele aufzählen. Sein kann auch erfahren werden als tiefe Stille oder Frieden oder auch Interesse, Freude, Kreativität, oder wir können Wärme, Liebe und Mitgefühl in uns entdecken oder auch inneren Raum. Das Wichtige dabei ist, dass diese Gefühle ihre Wurzel in uns selbst haben und somit auch ohne äusseren Auslöser erfahren werden können. So können wir auch unsere Verbundenheit, unsere tiefe Verwurzelung im Göttlichen erleben. All das, was wir im Aussen, bei den anderen gesucht haben, ist plötzlich da, entfaltet sich von Innen, aus unserem Sein.

Gegenwärtig sein, annehmend zu sein, uns in den Augenblick hinein zu entspannen und Offenheit entstehen immer, wenn wir mit dem Sein in Kontakt sind. Es lässt sich zwar nicht erzwingen, wir können aber trotzdem eine Menge dafür tun, dass sich diese Eigenschaften in uns ausbilden – z..B. können wir gegenwärtig sein in der Meditation üben, oder wir können Dinge tun, die uns körperlich oder geistig entspannen. Wir können eine Menge innere Arbeit tun, die unterstützend wirkt, um Sein zu entfalten und unserer wahren Natur näher zu kommen.

Soweit die Erklärungen dazu, was Sein und Ich bedeuten. Welche Schlüsse können wir jetzt daraus für unsere Grundfrage ziehen: Wie kann man man selbst sein? Wie kann ich ich selbst sein? Wie können Sie Sie selbst sein?

Sind wir denn nun endlich wir selbst, wenn wir diese spirituelle Ebene des Seins erreichen?

Meiner Meinung nach ist es ein Missverständnis, zu glauben, dass man, um man selbst zu sein, sich auf ein unpersönliches, spirituelles Leben ausrichten muss. Es führt zwar unwidersprochen zur Befreiung und Erleuchtung, wenn man sich selbst auf- und hingibt, aber es ist letztlich nur in einem Kloster oder einer Einsiedelei sinnvoll, sein Leben so total darauf auszurichten.

Für die meisten Menschen macht es keinen Sinn, ihr Leben auf dieser Erde hinzuwerfen und woanders hinzugehen, sondern sie suchen ihr Glück und ihre Erfüllung, indem sie versuchen hier in einem weltlichen Leben etwas zu erreichen und zu bewirken – heiraten, eine befriedigende Arbeit finden und auch gut bezahlt werden dafür, Kinder kriegen, usw..Auch in diesem Streben nach persönlicher Erfüllung ist etwas sehr Tiefes und Wahres. Schliesslich sind wir auf der Welt, um das Leben in allen Bereichen auszukosten, auch im materiellen Bereich und nicht nur in den universellen und göttlichen Aspekten.

Tief in jedem von uns steckt eine Sehnsucht danach, wir selbst als wahrer, freier Mensch zu sein und dabei als Person weiter zu existieren. Wir wollen frei sein von der Kontrolle durch unsere Persönlichkeit und die Fixierung auf unser Ich-Bewusstsein, ohne uns selbst dafür vollkommen verlieren zu müssen. Es macht doch irgendwie keinen Sinn, wenn wir nur geboren werden, um Erleuchtung zu erlangen und wieder zu verschwinden, indem wir uns im grösseren Ganzen auflösen. Also steckt in der Frage, wer man ist, auch die Frage: Worum geht es hier eigentlich?

Das Sein, das wir in Wirklichkeit sind, ist der Sinn von allem, der Grund für unser Hiersein und letztlich auch der Grund, weshalb es diese Erde überhaupt gibt. Wir gehen durch dieses Leben hindurch, um zu einer wunderschönen Blüte des Universellen zu gedeihen und nicht, um zu dem Punkt zurückzukehren, an dem wir vorher schon waren.

Liebe/r LeserIn, alles, was es im Leben gibt, ist für Sie da. Geniessen Sie die Freude, die Liebe, die Lust und auch die Erleuchtung, die für Sie als personifiziertes Sein bereitet sind. Alles existiert, um mit Ihnen zu feiern.

Ich selbst sein bedeutet nicht, dass ich eins bin mit dem Universum. Ich stelle einen unmittelbaren und grenzenlosen Kontakt her, aber ohne mich im Ganzen aufzulösen und mit ihm grenzenlos zu verschmelzen. Nur die erworbene Persönlichkeit war eine Trennung vom Universellen, aber das wirklich Persönliche ist ein Kind des Universellen, sein Ausdruck in dieser Welt.

Die Vereinigung von Universellem und Persönlichem findet in der Gegenwart, im Augenblick, statt. Es ist eine geheimnisvolle Sache in der Gegenwart man selbst zu sein. Alles existiert nämlich weiter, das Denken, das Fühlen, der Körper, als mein äusserer Ausdruck in dieser Welt, aber ich bin die Mitte von allem, das Sein selbst.

Ein wichtiger Gesichtspunkt davon, man selbst zu sein, ist aber auch alles in Frage zu stellen. Sich nicht mit Geschichten anderer Leute zufrieden zu geben, sondern es selbst herauszufinden. Je mehr Sie in Frage stellen, liebe/r LeserIn,, desto mehr sind Sie Sie selbst. Wenn Sie von Ihrer persönlichen Erfahrung, genau in dem Moment, in dem Sie sie machen, ausgehen, können Sie die Wahrheit von allem genau darin finden. Streben Sie danach, ein einmaliges Original zu sein.